Das Sakrament der Ehe
Die christliche Ehe ist ein lebenslanger Bund zwischen Mann und Frau, der seinem Wesen nach auf das Wohl der Ehegatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet ist. Eine gültig geschlossene Ehe zwischen Getauften ist ein Sakrament. Im Sakrament der Ehe empfangen die Ehegatten die Gnade Gottes, die sie in ihrem gemeinsamen christlichen Leben stärkt und trägt.
Was bedeutet das Sakrament der Ehe?
Die Ehe ist nicht nur eine festliche Feier, sondern ein lebenslanger Bund und eine christliche Berufung. Durch ihr freies Jawort schenken und nehmen die Ehegatten einander an und übernehmen die Verpflichtung zu einer lebenslangen, treuen und ausschließlichen ehelichen Gemeinschaft.
Ein lebenslanger Bund
In der Ehe verbinden sich die Ehegatten für das ganze Leben zu einer Gemeinschaft des Lebens und der Liebe, die auf gegenseitiger Liebe, Treue und dem Wohl des anderen gründet.
Einheit und Treue
Zu den wesentlichen Eigenschaften der Ehe gehören Einheit und ausschließliche Bindung. Die Ehegatten schenken sich einander gegenseitig und endgültig.
Unauflöslichkeit
Zur Wesensnatur der Ehe gehört ihre Unauflöslichkeit. Die Ehegatten begründen ein Band, das nach der Lehre der Kirche aufgrund des Willens Gottes und des sakramentalen Charakters der Ehe auf das ganze Leben angelegt ist.
Vorbereitung auf die Eheschließung
Die Zeit vor der kirchlichen Eheschließung dient dazu, die Brautleute auf den Ehebund vorzubereiten, sein christliches Verständnis zu vertiefen und die für die Eheschließung erforderlichen kirchlichen Angelegenheiten zu klären.
Anmeldung
Es ist ratsam, den Pfarrer rechtzeitig über den Entschluss zur Eheschließung zu informieren. Bei einem persönlichen Gespräch können der geplante Hochzeitstermin und die notwendigen Vorbereitungen besprochen werden.
Ehevorbereitung
In der Vorbereitung setzen sich die Brautleute mit dem christlichen Verständnis der Ehe, wichtigen Fragen des Ehelebens und der Verantwortung auseinander, die mit der Berufung zum Familienleben verbunden ist.
Kirchliche Vorbereitungen
Vor der Eheschließung führt die Pfarrei die erforderlichen Erhebungen durch und klärt die kirchenrechtlichen Voraussetzungen, die für eine gültige und erlaubte Eheschließung erfüllt sein müssen.
Eheschließung
Die Ehe kommt durch die freie und gegenseitig erklärte Zustimmung der Brautleute zustande. In der ordentlichen kanonischen Form wird die Ehe in Gegenwart von zwei Zeugen und vor einem dazu bevollmächtigten Vertreter der Kirche geschlossen.
Wer kann eine kirchliche Ehe schließen?
Die Voraussetzungen für eine kirchliche Eheschließung müssen immer persönlich mit dem Pfarrer geklärt werden. Der Codex des Kanonischen Rechtes legt die Voraussetzungen für eine Eheschließung sowie die Ehehindernisse fest, bei deren Vorliegen eine Ehe nicht gültig geschlossen werden kann oder eine Dispens erforderlich sein kann.
Getaufte Katholiken
Eine zwischen zwei getauften Katholiken gültig geschlossene Ehe ist ein Sakrament.
Brautleute unterschiedlichen Glaubens
Ist von den beiden Brautleuten nur ein Partner katholisch, können für die Eheschließung besondere kirchenrechtliche Bestimmungen gelten. Bei einer Mischehe ist die vorherige Erlaubnis der Kirche erforderlich; deshalb muss die konkrete Situation mit dem Pfarrer geklärt werden.
Wichtige Informationen
Rechtzeitige Terminvereinbarung
Der geplante Termin der Eheschließung sollte möglichst frühzeitig mit der Pfarrei vereinbart werden.
Gespräch mit den Brautleuten und Ehevorbereitung
Zur Vorbereitung auf die Eheschließung können mehrere persönliche Gespräche und eine Ehevorbereitung für die Brautleute gehören.
Erforderliche Unterlagen
Welche Unterlagen benötigt werden, kann von der persönlichen und kirchlichen Situation der Brautleute abhängen. Die Pfarrei informiert über die genau erforderlichen Dokumente und Bescheinigungen.
Termin der Eheschließung
Der genaue Termin, die Kirche und die Einzelheiten der Eheschließung sind mit der Pfarrei zu vereinbaren.
Häufig gestellte Fragen
Die Vorbereitung auf die Eheschließung kann viele praktische und geistliche Fragen mit sich bringen. Die folgenden Antworten geben einen Überblick über die wichtigsten Aspekte einer kirchlichen Eheschließung. Fragen zur persönlichen Situation der Brautleute sollten rechtzeitig mit dem Pfarrer besprochen werden.
Es ist ratsam, die geplante Eheschließung frühzeitig bei der Pfarrei anzumelden, damit ausreichend Zeit für die notwendigen Vorbereitungen, Erhebungen und die Ehevorbereitung bleibt. Der genaue Termin und die örtlichen Einzelheiten sind mit der Pfarrei zu vereinbaren.
Die pastorale Vorbereitung auf die Eheschließung gehört zur kirchlichen Fürsorge für Ehe und Familie. Ihre konkrete Form und Dauer kann durch die zuständigen diözesanen Regelungen und die örtliche pastorale Praxis bestimmt werden. Die Brautleute sollten sich daher bei der Pfarrei über die Einzelheiten der Vorbereitung informieren.
Nicht in jedem Fall. Ist nur einer der beiden Brautleute katholisch, handelt es sich um eine Mischehe, für die die ausdrückliche Erlaubnis der zuständigen kirchlichen Autorität erforderlich ist. Ist der andere Partner nicht getauft, kann für eine Eheschließung zwischen einem Katholiken und einem Ungetauften nach dem Kirchenrecht eine Dispens erforderlich sein. Die konkrete Situation ist in jedem Fall mit dem Pfarrer zu klären.
Die Ehe kommt durch die freie, gegenseitige und rechtmäßig erklärte Zustimmung der Brautleute zustande. Diese Zustimmung kann durch keine menschliche Macht ersetzt werden.
In der ordentlichen kanonischen Form müssen bei der Eheschließung zwei Zeugen anwesend sein. An der Eheschließung nimmt außerdem ein dazu bevollmächtigter Vertreter der Kirche teil.
Dies muss in jedem Einzelfall persönlich geprüft werden. Das Bestehen einer früheren Ehe oder deren kirchenrechtliche Beurteilung kann beeinflussen, ob eine neue Ehe geschlossen werden kann. In einem solchen Fall sollte die Situation unbedingt vor der weiteren Planung der Eheschließung mit dem Pfarrer geklärt werden.
In bestimmten Fällen ist dies möglich. Je nach Situation können jedoch die nach dem Kirchenrecht erforderlichen Erlaubnisse oder Genehmigungen notwendig sein. Der Ort der Eheschließung und eventuell erforderliche Genehmigungen sind frühzeitig mit der Pfarrei abzustimmen.
Solche Fragen sollten bereits vor der Eheschließung geklärt werden. In den Gesprächen und in der Ehevorbereitung können der Glaube, das Familienleben, die religiöse Erziehung der Kinder und weitere wichtige Fragen des gemeinsamen Lebens besprochen werden. Besonders bei einer Mischehe oder unterschiedlichen religiösen Zugehörigkeiten ist es wichtig, dass sich die Brautleute rechtzeitig über die kirchlichen Voraussetzungen für die Eheschließung und über die Pflichten des katholischen Partners informieren.
Gemeinsam auf die Eheschließung vorbereiten
Für die Vorbereitung auf die Eheschließung und zur Klärung der erforderlichen kirchlichen Schritte wenden Sie sich bitte an die Römisch-katholische Pfarrei St. Nikolaus. Bei einem persönlichen Gespräch können alle Fragen rund um die Eheschließung besprochen werden.