Das Sakrament der Taufe
Die Taufe ist der Beginn des christlichen Lebens. Durch das Übergießen mit Wasser oder das Untertauchen und die Anrufung des Namens der Heiligsten Dreifaltigkeit wird der Täufling mit Christus verbunden und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Die Taufe tilgt die Sünde, schenkt neues Leben in Christus und macht den Menschen zum angenommenen Kind Gottes.
Was bedeutet die Taufe?
Die Taufe ist nicht nur ein Familienfest, sondern ein Sakrament, in dem durch die Gnade Gottes ein neues Leben beginnt. Bei der Kindertaufe wird das Kind in den Glauben der Kirche aufgenommen. Die Eltern und Paten tragen dabei die Verantwortung, das Kind auf seinem Glaubensweg zu begleiten und ihm zu helfen, im Glauben zu wachsen.
Neues Leben in Christus
Durch die Taufe erhält der Mensch Anteil am neuen Leben Christi und wird Teil der Kirche.
Kinder Gottes
Der Getaufte wird zum angenommenen Kind Gottes, gehört zu Christus und wird zum Tempel des Heiligen Geistes.
Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche
Durch die Taufe wird der Mensch in das Leben der Kirche eingegliedert. Das christliche Leben beginnt jedoch mit der Taufe und bedeutet ein lebenslanges Wachstum im Glauben.
Vorbereitung auf die Taufe
Der Taufe geht eine angemessene Vorbereitung voraus. Bei der Taufe eines Kindes sollen die Eltern und Paten die Bedeutung der Taufe verstehen und die christlichen Pflichten kennen, die sich daraus ergeben.
Anmeldung
Die Eltern sollen die Pfarrei rechtzeitig über ihren Wunsch informieren, ihr Kind taufen zu lassen. Bei einem persönlichen Gespräch können der Tauftermin und alle weiteren erforderlichen Vorbereitungen besprochen werden.
Gespräch mit den Eltern
Das Gespräch vor der Taufe hilft, die Bedeutung des Sakraments und die Verantwortung der Eltern und Paten besser zu verstehen.
Vorbereitung der Paten
Die Paten sollen ihre mit der Taufe verbundenen Aufgaben kennen, denn ihre Verantwortung beschränkt sich nicht auf die Feier des Taufgottesdienstes.
Feier der Taufe
Die Taufe wird nach der Liturgie der Kirche gefeiert. Das wesentliche Zeichen des Sakraments ist das Übergießen mit Wasser oder das Untertauchen in Wasser, begleitet von der Anrufung der Heiligsten Dreifaltigkeit.
Wer kann die Taufe empfangen?
Die Taufe kann jeder Mensch empfangen, der noch nicht getauft ist. Die katholische Kirche tauft auch Kinder. Bei einem ungetauften Erwachsenen erfolgt die Vorbereitung auf die christliche Initiation in einem eigenen Vorbereitungsweg.
Kinder
Bei der Kindertaufe bitten die Eltern um die Taufe ihres Kindes und übernehmen die Verantwortung, ihm beim Wachstum im christlichen Glauben zu helfen.
Erwachsene
Ungetaufte Erwachsene können nach einer angemessenen Vorbereitung im Glauben die Taufe empfangen. Ihre Vorbereitung erfolgt entsprechend der Ordnung der christlichen Initiation.
Die Aufgabe der Taufpaten
Die Aufgabe eines Taufpaten beschränkt sich nicht darauf, bei der Taufe anwesend zu sein. Er oder sie soll dem Getauften helfen, ein dem christlichen Glauben und der Taufe entsprechendes Leben zu führen und ihn auf seinem Weg des Glaubens zu unterstützen.
Ein Taufpate aus gelebtem Glauben
Taufpate soll ein katholischer Christ sein, der durch sein eigenes Leben glaubwürdig für diese Aufgabe einsteht.
Ein oder zwei Taufpaten
Nach dem Kirchenrecht kann es einen Taufpaten oder einen Taufpaten und eine Taufpatin geben.
Voraussetzungen für einen Taufpaten
Zu den allgemeinen Voraussetzungen gehören ein Mindestalter von 16 Jahren, der Empfang der Taufe, der Firmung und der Eucharistie sowie eine dem Glauben entsprechende Lebensführung. Vater oder Mutter des Täuflings können nicht dessen Taufpaten sein.
Wichtige Informationen
Rechtzeitige Anmeldung
Der Tauftermin und die erforderlichen Vorbereitungen sind rechtzeitig mit der Pfarrei zu vereinbaren.
Verantwortung der Eltern
Die Eltern übernehmen die Verantwortung, ihr Kind dabei zu unterstützen, den christlichen Glauben kennenzulernen und aus ihm heraus zu leben. Das Wachstum im Glauben setzt sich auch nach der Taufe fort.
Erforderliche Unterlagen
Welche kirchlichen Dokumente und Bescheinigungen benötigt werden, teilt die Pfarrei je nach den konkreten Umständen der Taufe mit.
Tauftermin
Der genaue Termin, der Ablauf der Feier und gegebenenfalls weitere örtliche Regelungen sind mit der Pfarrei abzustimmen.
Häufig gestellte Fragen
Vor der Taufe ergeben sich für Eltern und Paten häufig praktische Fragen. Die folgenden Antworten fassen die grundlegende Lehre der katholischen Kirche und die einschlägigen Bestimmungen des Kirchenrechts zur Taufe zusammen.
Die katholische Kirche tauft auch Säuglinge und kleine Kinder. Die Kindertaufe ist eine alte Tradition der Kirche, bei der die Eltern gemeinsam mit der Gemeinschaft der Kirche die Verantwortung für die Weitergabe des Glaubens übernehmen.
Die Eltern bitten um die Taufe ihres Kindes, nehmen an der Vorbereitung teil und übernehmen die Verantwortung, das Kind auf seinem Weg des christlichen Glaubens zu begleiten. Der Pfarrer hat außerdem dafür zu sorgen, dass die Eltern angemessen über die Bedeutung der Taufe und die damit verbundenen Pflichten informiert werden.
Nach dem Codex des Kanonischen Rechtes soll nach Möglichkeit jeder Täufling einen Taufpaten haben. Der Taufpate soll dem Getauften helfen, ein christliches Leben zu führen, und bei der Kindertaufe gemeinsam mit den Eltern die Gemeinschaft der Kirche vertreten.
Nach dem Kirchenrecht muss ein Taufpate grundsätzlich mindestens 16 Jahre alt, katholisch und gefirmt sein sowie die Eucharistie empfangen haben und ein dem Glauben entsprechendes Leben führen. Vater oder Mutter des Täuflings können nicht dessen Taufpaten sein.
Ja. Es kann einen Taufpaten und eine Taufpatin geben. Nach dem Codex des Kanonischen Rechtes genügt jedoch auch ein einzelner Taufpate oder eine einzelne Taufpatin.
Ein nichtkatholischer Christ kann nicht allein die Aufgabe eines katholischen Taufpaten übernehmen. Nach dem Kirchenrecht kann ein getaufter nichtkatholischer Christ jedoch gemeinsam mit einem katholischen Taufpaten als Taufzeuge auftreten.
Dies sollte nicht im Voraus angenommen oder eigenständig entschieden werden. Der konkrete Fall ist mit dem Pfarrer zu besprechen. Er kann feststellen, welche Aufgabe die betreffende Person bei der Taufe übernehmen kann.
Ja. Jeder noch nicht getaufte Mensch kann die Taufe empfangen. Bei Erwachsenen sind jedoch eine angemessene Vorbereitung im Glauben und die Vorbereitung nach der Ordnung der christlichen Initiation erforderlich.
Ordentliche Spender der Taufe sind der Bischof und der Priester, in der lateinischen Kirche auch der Diakon. In einem Notfall kann jedoch jeder Mensch die Taufe spenden, sofern er die Absicht hat, das zu tun, was die Kirche tut, und die richtige Taufformel verwendet.
Mit der Taufe endet die Erziehung des Kindes im Glauben nicht. Nach dem Katechismus soll der Glaube in jedem Getauften weiter wachsen. Eltern und Paten haben daher die Aufgabe, dem Kind zu helfen, ein christliches Leben zu führen.
Gemeinsam auf die Taufe vorbereiten
Für die Vorbereitung auf die Taufe und zur Klärung der erforderlichen kirchlichen Schritte wenden Sie sich bitte an die Römisch-katholische Pfarrei St. Nikolaus. Bei einem persönlichen Gespräch können alle Fragen zur Taufe und zur Aufgabe der Taufpaten besprochen werden.